China III: Eingeschneit in den Bergen

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auch wenn die Tiefebene kurz ueberdacht wurde, unsere Dickkopefe blieben bei den Bergen und dem vorprogrammierten Kampf mit Eis und Schnee....am 31.03 ging es in Litang los, gleich mal eine Stunde lang bergan, tolle Aussicht von dort oben....

 

even we thougt about going downwards we finally deciced to fight against snow and ice and to stay high in the mountains...so we started on 31 of march in Litang, cycling up the hill for more than one hour with a beautifull look-out.....

 

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von der Mutter unseres Gastwirtens haben wir Tsamba mitbekommen, dies wurde fuer die naechsten Tage und Wochen zu unserer Leibspeise. Tsamba, typisch tibetisch, ist ein dunkles Mehl, das mit Buttertee (sehr lecker: schwarzer Tee mit Yakbutter und Salz) und Zucker in einer Schuessel zu einem Brei verknetet wird -sehr schmackhaft und energiespendend! Somit hatten wir eine gute Grundlage fuer die kommenden Berge - und die kamen - zuerst noch ein kurzes nettes Tal, ueberall freilaufende Tiere: Pferde, Schafe, Ziegen, Esel...

 

most of the energie we needed we got from Tsamba, a typical tibetan meal, is like dark wheat mixed with buttertea and sugar, very tasty and healthy ... perfect for the next mountains to come...but first we enjoyed a lovely valley with loose animals everywhere: horses, sheeps, goats, donkeys...

 

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dann gings langsam aber sicher bergan, unten noch schoenes Wetter, oben Schneesturm, und was fuer einer, dazu wie ueblich die letzten Km ueber den Pass unasphaltiert, na prima....die Abfahrt entsprechend eisig und rutschig, schlotternd kamen wir unten um Tal an, kalt, nass... wir baten im naechsten Dorf bei einer aelteren Frau um Einlass, sie brachte uns sofort zum Ofen und wir bekammen Tee und natuerlich Tsamba....gerne teilten wir dafuer unsere Snickersriegel :o)

 

going uphill we arrived in bad weather, snowstorm. the road as usual unpaved for the last kilometers to the top. Going down again was freezing cold. Soaked and frozen we asked in the next village if we could warm up ourselves. an old lady let us into her house where we could sit next to the oven, drinking hot tea and eating of course Tsamba. In exchange we shared our  Snickersbars :o)

 

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als wir weiterfuhren und uns nach einem Zeltplatz umschauten, hielten 3 junge Maenner auf ihren Mopeds an und fragten uns das uebliche woher wohin. Als wir erklaerten, dass wir hier unser Zelt aufschlagen moechten, luden sie uns zu sich nach Hause ein....darueber freuten wir uns riesig und hatten einen tollen Abend mit gutem Essen und noch besserem Schlaf (endlich war es mal so richtig richtig warm!!!!), die Verstaendigung klappte mit Haenden, Fuessen und dem chinesischen Woerterbuch und Unterricht in tibetisch erhielten wir ebenfalls....

 

as we went on and were looking for a place to set up our tent we were invited by two young men to stay in their home. it was a lovely evening with a good meal and a even better sleep -nice and warm, the first night which was really comfortable. We spoke with hand, feet and a chinese dictonary and got a lesson in tibetan language.

 

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gestaerkt ging es am naechsten Morgen weiter die Abfahrt runter, bis auf 2800m bergab, super, endlich wieder uneingeschraenkt Luft bekommen, der Unterschied ist deutlich zu spueren. Doch bald schon, wie koennte es anders sein, ging es wieder bergan, aber nur sehr langsam und angenehm flussaufwaerts, ueberall huebsche tibetische Haeuser, alle erdfarben mit huebschen bunten Bemalungen und bunten Gebetsfahnen, die  Farbe in die sonst etwas triste Umgebung - der Fruehling kommt erst - bringen.

 

The next morning we cycled down to 2.800m, finally we could breath easily again, a big difference....but of course the road went up again, along a river, not steep and easy to cycle, everywhere beautiful tibetan houses, colourfull painted  flags brought live into the sometimes dark - spring has not yet arrived - surrounding....

 

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So ging es weiter, Abwechslung brachte am naechsten Tag die Anzahl der Polizeikontrollen....5 Stueck!!!!! an einem Tag!!!! Und da soll man nicht die Nerven verlieren?! Es ist zwar nur das Ausfuellen eines Zettels mit Passdaten und woher/wohin, aber es nervte uns, meistens sind die Dorfpolizisten aka Dorftrotteln selbst nicht in der Lage unsere Daten aufzuschreiben, da sie die Buchstaben nicht kennen, dann dauert es entweder eine halbe Ewigkeit, oder es muss noch jemand geholt werden, die/der es kann oder wir muessen es selbst ausfuellen -die letzte Variante ist natuerlich unsere liebste....

in der Nacht vom 04.04 auf den 05.04 schneite es, dennoch konnten wir weiter und erreichten die Ebene nach Ganzi, ein huebscher bunter Ort, in dem wir 2 Naechte blieben

 

so it went on and on, the only difference we had to confront were the 5 checks by the local policemen, 5 checks in 1 day!!!! enough is enough!!!! it s only a sheet of paper to fill with passportdates and the place where we are going, but it is annoying and it always cost a lot of time, usually they weren' t able to do it theirselfs because of the different writing, so they needed someone to help and we spent a long time there....

snow was falling during the night 04.04 to 05.04 but we were able to reach Ganzi, a colourfull place where we spent 2 nights

 

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am 05.04 starteten wir bei Sonnenschein und einer Wahnsinnsaussicht auf die Bergkette links von uns, wir fuhren durch das Tal, in dem die Bauern in grosser Anzahl sich um die Bestellung der Felder kuemmerten, ueberall Menschen, Yaks vorm Pflug, Esel und nur wenige Traktoren. Vor dem naechsten Anstieg lud uns eine Dorfbewohnerin erneut zu Tsamba und Buttertee ein, ach, das ist wirklich etwas Gutes!!! So erreichten wir den Pass, fuhren eine steile Abfahrt runter und sahen bereits die Gewitterfront auf uns zukommen, Mist, ok, schnell ueber die kleine Haengebruecke ueber den Fluss und das Zelt aufbauen. Einfacher gesagt als getan, denn es wehte uns fast um, das Zelt war kaum zu baendigen und Bertis Isomatte war verloren, auch sein Spurt konnte gegen den Wind nichts ausrichten. Irgendwie schafften wir es dass das Zelt stand (nicht huebsch, aber selten).  Es stuermte und schneite und ploetzlich bekamen wir Besuch...4 Waldarbeiter, 2 unter jeder Seite unseres Vorzeltes, was ein Spass und einer brachte uns Bertis Matte zurueck (er holte sie mit seinem Moped aus dem Fluss), wir assen Suessigkeiten und zeigten unseren bisherigen Weg auf der Weltkarte....

 

05. of april. the sun was shining and with an amazing view to the snowcovered mountainrange we cycled through a valley where farmers were starting to do their work. Before the next climb we were again invited to Tsamba and Buttertea, so we went up powerfull. Going down again we saw a storm front coming closer. In a hurry we set up our tent, not easy in a storm!!! and we lost Bertis mattress, no chance running to get it back, the wind was stronger...as it was snowing and storming we suddenly had 4 visitors- forest-workers looking for shelter under our tent, that was fun!!!! and even Bertis matress found its way back to us, one of the workers saw it and caught it with his moped. we ate sweets and had a lovely chat with them.....

 

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am kommenden Morgen war es immer noch weiss draussen

 

the next morning there was still snow.....

 

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aber die Strasse war frei, wir fuhren nach Maninganggo, da das einzige Hotel dort so kalt war und keine Heizung und keine Heizdecken hatte, fuhren wir weiter, das macht ja dann wohl keinen Unterschied zum Zelt. Der naechste Schneesturm liess nicht lange auf sich warten und wir fanden Schutz bei einer Familie im Zelt mit Ofen (waermer als das chinesische Hotel in der Stadt!!!), draussen streichelte Eva das erste Mal ein Yakbaby.....

 

but the road was clear and we cycled to Maninganggo, the only hotel was freezing cold, no heater, no heating blanket, where is the difference to stay in a tent? so we went on....the next snowstorm came and we found shelter with a family living in a tent with an oven inside -there it was much warmer than in the hotel in the town- outside Eva stroke her first babyyak....

 

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wir fuhren bis zum Fuss des naechsten Passes, fanden einen schoenen Zeltplatz und genossen die Aussicht. Am Abend kamen 2 Frauen mit Kind vorbei und leisteten uns Gesellschaft. Durch Schneesturm in der Nacht waren wir bis zum naechsten Morgen eingeschneit, na super, wir warteten bis mittags, die Sonne brachte den Schnee wenigstens auf der Strasse zum schmelzen, so brachen wir auf um die restlichen Km bergan zu fahren....doch dem wurde ein schnelles Ende bereitet, die Sonne schaffte es nicht ganz und wir schoben ueber eis und schnee, kilometer fuer kilometer, dem Pass entgegen....

 

on the foot of the next mountain we enjoyed a beautifull view at our tent site. in the evening we had company of 2 women with a child. Because of the snowstorm during the whole night the next morning we were snowed in. so we had to wait until midday till the sun cleared the road. but even then the last kilometers to the top were impassable, so again we had to push the bikes....

 

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endlich angekommen, erwartete uns auf der anderen Seite Hagelsturm, die Abfahrt ebenfalls zugeeist, schieben, es war kalt, eisekalt und wir kamen und kamen nicht voran.... erst die letzten Km waren befahrbar, doch da waren wir schon dermassen unterkuehlt und nass, dass die Strecke bis zum naechsten Haus eine unglaubliche Qual waren, dort wurden wir aber sofort aufgenommen und an den Ofen gesetzt u bekamen Unmengen heisses Wasser. Was wuerden wir nur ohne diese vielen lieben Menschen machen?

da Berti sich eine Erkaeltung eingefangen hatte, fuhren wir nach Wetterbesserung nicht mehr allzu weit und fragten bei einem Yakbauern um Unterkunft. Wir bekamen den besten Platz am Ofen, selbstgemachte Nudelsuppe und konnten bei den taeglichen Arbeiten zusehen. Am Abend lauschten wir tibetischer Musik und wir erzaehlten von unserer Reise anhand Weltkarte und Evas Tagebuchsammlungen von verschiedenen Prospekten und Broschueren.....

 

finally we arrived at the other side of the mountain: snow, ice, hail, storm, it was so cold, we were chilled to the bone!!!! it was hell till we entered the next little house where we were seated close to the oven and got a lot of hot water to drink to warm up again. What would we do without all these lovely people on our way?

because Berti didn't feel well -he caught a cold- we asked a Yak-farmer if we may stay for one night. Of course. they gave us the best place and we got a delicous noddlesoup, in the evening we were listening to tibetan musiс and we told them about our journey with the worldmap and Evas diary with all the brochures....

 

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auch die naechsten Tage waren gepraegt von Kaelte, Eis und Schnee, aber auch wundervolle Aussichten auf die Berge

 

also the next days there was chilliness, ice and snow, but also wonderfull views to the mountainranges surrounding us

 

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und Einladungen unterwegs zum Tee und Picknick, die vieles wieder wett machten....

 

and invitations to tea and picnic

 

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am 10.04. Evas Geburstag kaempften wir erneut mit starkem Gegenwind, nur schwer erreichten wir endlich Sershul, die Hotels waren alle grauenhaft und so nahmen wir das geringste Uebel von allen: grosses kaltes Zimmer, kein Wasser, kein Bad, vom typischen WC berichten wir besser nicht.... aber es gab in den Hinterraeumen eines Friseur oeffentliche Duschen und die hatten wir wirklich noetig....Luxus, denn das Wasser war richtig warm und kam mit Druck, was eine Wohltat!!!!! und Eva bekam sogar eine Geburtstagstorte....

 

10th of april, Evas Birthday, we fought against very strong headwind and were totally exhausted as we reached Sershul. the hotels a pain in the a... so we decided to stay in a nice room but without a bathroom and we won't tell you about the toilets...but we found a puplic shower in the back of a coiffeur with warm water and pressure, what a luxury....and Eva even got a birthday cake with candels ...

 

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ab 12.04 gings weiter, erneuter Kampf mit dem Wind bzw Sturm, dazu Hagel auf der Abfahrt runter nach Xiwu auf 3.800m, gleich drauf gings wieder hoch auf 4.400m. allerdings mit Rueckensturm -na, das wir das noch erleben durften, Wind im Ruecken, unfassbar- wir zelteten nahe eines Flusses, Sturm die ganze Nacht, doch vom schweren Erdbeben im 100km entfernten Yushu bekamen wir nichts mit.....

 

on the 12th of april we were again fighting against wind, storm and hail on the way down to Xiwu -3800m-, then we had to make our way up to 4.400m again but this time the wind was with us, tailwind!!!!!!!!! we set up our tent close to a river, storm the whole night but no noticing of the big earthquake 100km away in Yushu....

 

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erst als wir am kommenden Vormittag von einem ChinaPost Truck mitgenommen wurden (die beiden beobachteten bereits einige Zeit unsere Quaelerei mit dem Seitensturm, der so gefaehrlich wurde und nicht mehr fahrbar war, selbst schieben fiel schwer) erzaehlten uns die beiden von dem Unglueck... sie selbst sind mit nur kleineren Verletzungen davongekommen und gingen trotz allem ihrer Arbeit nach... mit den beiden fuhren wir bis 200km vor Xining, weiter wollten wir mit dem Rad, aber erneut kamen wir nicht weit und Sturmboehen und heftiger Sandsturm machten Fahren unmoeglich, so suchten wir nach weiteren Mitfahrgelegenheiten, die wir problemlos fanden und erreichten die Stadt am 15.04.

 

the next morning the two drivers of a ChinaPost Truck who gave us a lift (the crosswind got so strong that cycling was impossible and even dangerous) told us about the tragedy . they themself had only little injuries and were able to work. they drove us close to Xining. we tried to cycle the last 200km to the city, but even there the wind and sandstorm made it impossible, so we found another lift and reached the huge town on the 15th of april.

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