China IV: Erhoehte Haematokritwerte in der Wueste
Die Stadt Xining war nach den vielen Tagen und Wochen in den Bergen wahrlich ein Schock, Hochhaeuser, Autobahnen, Laerm, Stress, Lichter, Menschenmengen.......dennoch genossen wir auch wieder die Vorteile: Baeckerei, Supermaerkte, Parkanlagen....am naechsten Abend wurde auf einem grossen Platz an die Menschen von Yushu gedacht und das war wirklich ruehrend....wir wissen, dass wir einen aufmerksamen Schutzengel bei uns hatten.....
After so many days in remote areas the big city of Xining was a kind of cultureshock: skycrapers, highways, noisiness, illuminated, crowded...but we also enjoyed the advantages: bakeries, supermarkets and parks...on the next day there was a commemoration for the people in Yushu...we know that we had luck...
am 17.04 brachen wir in der Frueh (die Angst vor Wind war -und ist noch immer- gross) Richtung letzte Paesse und danach Wueste auf. Wir fuhren durch Datong, eine haessliche Stadt, viele Kohlekraftwerke, schmuzige Luft....danach ging es wieder durch ein huebsches Tal und langsam began der Anstieg ueber Nantan. Wir zelteten am Bergbach (sehr praktisch fuer unsere Wasserversorgung, davon machten wir so oft wie moeglich Gebrauch).
on the 17th of april we left the city early in the morning (we are scared of the wind) and headed towards the last mountainpasses and the dessert. We cycled through Datong, an awful city with coal power plants, air pollution...later on through a pictoresque valley up to Nantan. We set up our tent next to a little stream - which makes things easier for our water supply.
am naechsten Morgen stellten wir fest, dass der Berg nicht die erwarteten 2 Kehren hatte, die wir bereits am Abend hatten sehen koennen, nein, aus den 2 Kehren wurden lange 20 Kehren....so bahnten wir uns langsam unseren Weg wieder hoch auf 3700m (Xining liegt auf ca 2000m). Dann erreichten wir eine Hochebene und das lies sich schoen fahren, wenn auch mit immerwieder Schnee und Eiseskaelte.
The next morning we realised that instead of 2 more hair pin to the top it turned out to be 20 more hair pins...finally we arrived at 3700m (Xining 2000m). We reached a tableland - and of course snow and cold weather...
Am 19.04 erreichten wir am Morgen Ebao, kleiner Ort mit sehr leckeren Broetchen :o), die uns stark machten erneut unseren letzten Pass mit ueber 3700m zu ueberqueren. Dann gings bergab, und weiter bergab, super Abfahrt (wenn auch, wie soll es anders sein, mit starkem Gegenwind) die bald 100km andauerte. Wir verliessen die Berge......schoen wars!!!! wenn auch hart!!!! ("i was eh das hoat is...")...ein bischen Abschiedsschmerz war schon da.....
On the 19th we arrived in Ebao, a little village with delicous rolls which gave us energy for the last pass to come: 3700m. We cycled a very long downhill: 100km but strong headwind, what else...We now left the mountains which accompanied us for such a long time in China...
wir fuhren bis nach Zanghye und schafften damit 160km an diesem Tag, das war ein neuer Rekord fuer uns.....die naechsten 2 Tagen fuhren wir flach bis nach Jiayuguan, dort blieben wir 2 Naechte, trafen auf Regular und Bernhard 2 schweizer Radler auf dem Tandem "Sprinter" mit denen wir die chinesische Mauer besuchten. Wir hatten viel Freude mit den beiden und wuenschen ihnen alles Gute auf ihrem weiteren Weg, hoffentlich sehen wir uns mal wieder. Hier ihre homepage: www.blog.wsdmw.net
we cycled to Zanghye - 160km, compared what we did in the mountains a new record...it was from then on nearly flat to Jiayuguan. We stayed for 2 nights and met Regula and Bernhard (2 cyclists from Switzerland on their Tandem: www.blog.wsdmw.net) . Together we visited the Chinese Great Wall.
am 24.04 fuhren wir los, leider kamen wir erneut nicht weit, Sturm, der Himmel faerbte sich orange, Sandsturm, es wurde sibirisch kalt und selbst am Strassenrand stehen fiel schwer, so was haben wir noch nie erlebt......
On the 24th we started again but had to stop soon: storm, the sky changed its colour into orange, sandstorm, it became freezing cold and it was hard to stand...
keine Chance weiterzuradeln, wir hielten einen Bus an, der uns bis nach Yumen brachte. Voelligst entnervt und am Rande der Verzweiflung suchten wir uns ein Hotel. Wir wollen doch Rad fahren!!!!! nicht Bus!!!! An naechsten Morgen lag Schnee in der Stadt, das kann doch nicht wahr sein, Schnee Ende April, obwohl wir nicht mehr in den Bergen sind?????
No way to keep cycling, so we stopped a bus which took us to Yumen. Desperately we were looking for a hotel - we want to cycle and were sick of all the wind... . The next morning the fields were snow covered...
aber die Strassen waren frei und es war zunaechst windstill, so kamen wir bis Anxi und fuhren endlich wieder ueber 120 km. Doch der kommende Tag war wieder von starkem Gegen/Seitenwind gepraegt, wir kaempften und nutzten jede Gelegenheit Windschatten zu bekommen. Wir hatten das grosse Glueck, dass sich vor uns immer wieder eine LKW Kolonne anstaute und wir diese nutzten konnten, immer wieder fuhren wir neben ihnen her und kamen somit recht gut vorwaerts.
Luckily there was no snow on the roads and almost no wind so we easily reached Anxi. But the next day again strong headwind. We took advantage of every little opportunity to get some slipstream - mainly big trucks.
Da dies einerseits aber auch gefaehrlich war und andererseits auch nicht so ganz die Loesung sein kann, ueberlegten wir eine neue Variante: wir standen um 5 Uhr auf, sassen um 6 Uhr am Rad und fuhren wie die Geisteskranken...es ging durch eine eigenartige Landschaft, so stellen wir uns den Mond vor....immerwieder leicht huegelig und dann ab in die Wueste, Sand, Leere, Nichts.....
But this is not a very safe way so we were looking for another opportunity to fool the wind: we got up at 5a.m. and started cycling at 6a.m. . We cycled through some strange landscape - like this we picture the moon...hilly, desert, sand, nothing...
und es wurde doch tatsaechlich warm, sind wir morgens noch mit den dicken Jacken und Handschuhen losgefahren, hatten wir zu Mittag Shorts und T-Shirt an...super!!!!! und wir erfreuten uns an dem Motorway, der neben der Landstrasse verlaeuft, ganz neue Strasse, aber fuer den Verkehr noch nicht freigegeben, dort fuhren wir ganz alleine ohne nerviges Gehupe, keine Schlagloecher, perfekt.....
during daytime it became hot: in the morning we had to use our handgloves and winterjackets and midday we were cycling with shorts and t-shirt. next to the old road there is a newly built motorway (but not yet opened to the traffic): what a gift to 2 cyclists: no cars, no blowing the horn, no potholes...
da wir unterwegs kein Wasser fanden (die auf unserer Karte eingezeichneten Ortsschaften existierten nicht), fragten wir an einem Baucontainer.....und dort wurden wir dann verkoestigt: Wasser, Tee, Buttermilch, Nudeln, Obst......dabei wollten wir doch eigentlich nur Wasser :o)
we couldn't find any water supply on our way (the villages on our map didn't exist) so we asked some engineers working in the desert. We got water, tea, buttermilk, noodles, fruits :) lucky we!
um 15.30 Uhr sahen wir das Schild "Hami 75km", koennen wir das schaffen??? wir hatten schliesslich bereits 165km in den Beinen....und wir schafften es!!! die lezten 10 Km wurden uns nochmal richtig schwer gemacht, durch eine Grossbaustelle war die ganze Strasse und saemtliche Nebenwege aufgebaggert und wir schoben und trugen unsere Raeder, aber wenn auch in Dunkelheit wir erreichten die Stadt. 240km!!! reine Fahrtzeit 12 Stunden!!!!
Wir blieben 2 Naechte, die Erholung hatten wir nun dringend noetig. Die Uriguren haben in dieser Region groesseren Einfluss, dies spiegelt sich im Aussehen der Menschen (irgendwie tuerkisch) und in den Speisen wieder (viel Fladenbrote und Fleisch auf dem Grill). Und wieder haben wir das Gefuehl unserem Zuhause ein Stueckchen naeher gekommen zu sein.....
At 3.30 p.m. we saw a sign: "Hami 75km" - are we able to do this??(at this moment we did already 165km). And we did it: 240km on one day! Even though the last 10km were under construction - pushing bike instead of cycling... .12 hours of cycling... . We stayed 2 nights in Hami, relaxed there and enjoyed the typical Uigur food: bread and grilled meat (only for Berti). The Uigur people give us the feeling of being now closer to home - Uigur people speak a kind of turkish language and look different to the Han Chinese people.
die kommenden Tage fuhren wir wieder wir die Wahnsinnigen -es muss an den erhoehten Haematokritwerten durch das Bergtraining liegen/oder vielleicht doch nur die langweilige Wueste?!- und nach langem Suchen (hinter jeder Kuppe vermutet und erhofft) fanden wir auch Kamele!!!!! was waere denn die Seidenstrasse ohne Kamelchen????
The next days we also did a lot of kilometers (maybe because of the increased heamatocrit level due to the altitude in the mountains or maybe because of the boring landscape in the desert). After a long time of searching we finally found what we were looking for: CAMELS! What would be the Silk Road without camels????
wir erreichten nach 2.5 Tagen (400km) Turpan, eine Stadt unter dem Meeresspiegel (das Becken erreicht -154m), heiss ohne Ende! Ueberall stehen Trocknungshaeuser fuer Rosinen, dafuer ist die Region bekannt und das zu Recht! Von Regular und Bernhard hatten die die Kontaktdaten von Tahir, einem dort lebenden Taxifahrer, der uns zur verfallenen Stadt von Jiahohe brachte. 2000Jahre alt, einst 6500 Bewohner und immernoch sind Tempelanlagen und Wohnhaeuser erkennbar. Huebsch.
After 2,5 days we arrived in Turpan, a city which is situated below sealevel (-154m) and where the weather is hot! Everywhere we could see drying raisins houses something the region is famous for - yummy! In Turpan we met Tahir an Uigur Taxi driver who was recommended to us by Regula and Bernhard. He showed us the ancient city of Jiahohe (2000yrs old, there used to live 6500 people) where still today the houses and tempels are visible.
Leider haben die Chinesen nirgends informative Tafeln oder aehnliches aufgestellt, so dass es fuer uns Touris echt schwer ist, hierueber ein bischen mehr zu erfahren. So waren wir dankbar von Tahir ein bischen mehr zu erfahren. Er zeigte uns anschliessend einen Karez, einen 10 km langen Wassertunnel -ein Versorgungssystem, dass vor mehr als 1000Jahren gebaut wurde und heute noch funktioniert....vor einigen Jahren floss hier trinkbares Wasser aus den Bergen in die Stadt, heute muss es abgekocht werden.
Unfortunately there wasn't a lot of information about this city which makes it difficult for tourists to learn more about this ancient city. Tahir told us about the old city and he took us to a Karez, a 10km long and more than 1000 years old watertunnel which acts stil today as a water supply system. A few years ago the water was drinkable, nowadays it must be boiled before consumed.