Istanbul, durch Hoehen und Tiefen in Bulgarien bis nach Serbien
wir waren sehr gut aufgehoben und umsorgt von unserer lieben Gastfamilie, leckeres Essen rund um die Uhr und Verbesserung unserer Sprachkenntnisse :o)
Bertis Bruder Gerold kam am 03.07. mit dem Zug an und begleitete uns nun ein paar Tage mit seinem Rad. Ausserdem brachte er uns 2 neue Tretlager mit und wir konnten unsere Drahtesel wieder fit fuer die letzten Km machen. Dies klappte zum Glueck problemlos. Den naechsten Tag nutzten wir zur Stadtbesichtigung, trennten uns allerdings von Gerold, denn er ist eindeutig zu motiviert fuer uns gewesen. So blieben wir zu zweit den ganzen Tag in der Ayasofia -eine huebsche Moschee bzw. Kirche im Herzen Istanbuls, die bis 1453 christlich war und innerhalb kuerzester Zeit in eine islamische Moschee umgebaut wurde, allerdings ohne die christlichen Elemente zu zerstoeren sondern sie wurden lediglich uebermalt; so ist es moeglich heute beide Elemente zu zeigen, denn seit 1935 gilt dieses Gebaude als Museum und hunderte Menschen schauen sich dieses jeden Tag an.
Our host family did their best to make us feel very comfortable. Beside that we could improve our turkish language skills. Bertis brother Gerold arrived on the 3rd of July by train in Istanbul. The new bottom brackets he brought we could easily fit and so our bikes were back again... . The next day we decided to do some sightseeing. We visited the Ayasofia, the most famous building in Istanbul which was until 1453 christian but after the Ottoman Empire overtook Istanbul it was soon changed into an islamic mosque. Today the building is a (expensive) museum and it is interesting to see the elements of 2 different religions peacefully combined in one building.
am 02.08. gings aufs Rad, zu dritt, da wir einen ziemlichen Horror vor dem unglaublichen Verkehr der 16Mio EinwohnerInnen-Stadt hatten, standen wir um 4.30h auf und sassen eine Stunde, nach einer sehr herzlichen Verabschiedung und den wiederholten Versprechen Wiederzukommen, im Sattel. Der Verkehr noch sehr gering und durch einen riesen Zufall landeten wir auf der kleinen Strasse, die zwar nicht ganz geplant war, aber uns hervorragend in die richtige Richtung ueber nette kleine Wege raus aus der Stadt und in landwirtschaftliches Gebiet brachte. Perfekter haette es nicht sein koennen (ok, die bissigen Hunde entlang der Stadtgrenze haetten nicht sein muessen)!
Da Gerold mit weiniger Gepaeck reiste, schmalere Reifen hatte und ueberhaupt viel motivierter war als wir, hatten wir anfangs Schwierigkeiten und kaempften einen gemeinsamen Rythmus zu finden. Da dauerte es nicht lange und der erste Streit zwischen Eva und Gerold zeigte beide Dickkoepfe. Doch wir rauften uns zusammen und es klappte.
Gezeltet wurde oft zwischen den vielen Sonnenblumenfeldern, manchmal mit netter Gesellschaft....
On the 2nd of August we left Istanbul - now 3 cyclists. To avoid the terrifying traffic in this 16 mill. people city we got on the bikes at 4.30 am. We were quite lucky and found soon a small road leading straight out of Istanbul. Lucky strike! It took some time to find the same cycling rythm, Gerolds bike was much faster and lighter and we felt a bit tired after such a long time of cycling which makes it sometimes difficult to adopt to somebodyelse rythm.
Often we found nice tent spots between some pretty sunflower fields with lovely company...
Geradelt wurde ueberwiegend huegelig und bergig, insbesondere ab Bulgarien, wo wir am 04.08 problemlos einreisten. Hier sahen wir auch die ersten Plattenbauten wieder und zum Teil sehr heruntergekommene Haeuser, allerdings fanden wir aber auch nette Plaetze, wie z.B. eine kleine Grillhuette mit eiskaltem Bach, wo wir seit langem wiedermal ein Lagerfeuer machten.
We mainly cycled on hilly roads, especially in Bulgaria where we arrived on the 4th of August. The Soviet area is still visible with many run down houses and prefabrication houses. In a nature reserve we found a nice place to stay, a little bbq and a little stream - perfect refreshment. For dinner we had potatoes from our campfire...
Uber sehr kleine, aber unerwartet gute Strassen fuhren wir Richtung Norden, fanden einen kleinen See, in dem wir schwimmen gingen, zwar fragten wir uns, was der ganze Dreck im Wasser ist, aber die Erklaerung kam 2 Stunden spaeter ;o)
Along small roads we cycled towards north and found a little lake. There we went swimming but we were quite unsure where all the dirt in the lake came from...2 hours later we found out why...
Auf unserem Weg begegneten uns unzaehlige Esel und Pferdefuhrwerke, fast mehr als Autos
On our way we saw more donkey and horse drawn vehicles than we expected, at least more than cars.
und auch immer mehr und mehr Radfahrer aus ganzer Welt
and more and more cyclists from all over the world.
Wir fuhren nach Jambol, weiter nach Silven und ueber 2 hohe Paesse nach Elena und Debenec. Als wir an V.Tarnova vorbeifuhren bestaunten wir die huebschen in den Berg gebauten Haeuser
We headed towards Jambol and Sliven, crossing two mountain passes . In V. Tarnova we could see some nicely built houses.
Als wir am 08.08 Pavlikeni erreichten, goennten wir uns einen halben Ruhetag und ein nettes Hotel mit Swimmingpool. Die Stadt, die nicht nur wegen des Sonntags verlassen wirkte, glich den meisten groesseren Orten, die wir durchfuhren: immer ein grosser Platz mit einem riesigen Verwaltungsgebaeude, oft etwas verwahrlost und wir stellten uns oft die Frage, wie das Leben hier wohl noch vor 1989 war!
am 09.08. erreichten wir bei Nikopol die Donau!!!!
On the 8th of August we arrived in Pavlikeni, a typical bulgarian provincial town: a huge square, a big concrete administrative building and everything more or less run down. We often asked ourselves how was live there before 1989?
In Pavlikeni we stayed in a local hotel with swimmingpool before arriving the next day at the DANUBE!
Ab hier lies es sich deutlich leichter radeln, da oft flach. Wir wechselten am naechsten Tag die Seiten und fuhren auf der rumaenischen Seite fuer 100km weiter bis Calafat. In Rumaenien sahen wir keine Esel mehr, sondern nur noch Pferdefuhrwerke, die Haeuser waren deutlich huebscher und liebevoller als In Bulgarien und auch die Menschen gruessten viel mehr. Gefiel uns gut auf dieser Seite......
From now on it was much easier to cycle, mostly flat roads along the river. The next day we took a ferry boat to the romanian side of the danube. There we saw no more donkeys, only horse drawn vehicles, the houses were in much better shape and even the people were more friendly.... We liked to cycle in Romania, even though only for 100km because then we again took a ferry back to Bulgaria...
Mit der Faehre ging es am gleichen Tag noch wieder zurueck nach Bulgarien, nach Vidin. Am kommenden Morgen rasselten die beiden Widder wieder aneinander und dies markiete dann auch das Ende der gemeinsamen Reise zu dritt. Doch wir fuhren noch zusammen nach Serbien -problemlose Einreise am 12.08- und weiter zum Donaudurchbruch, den wir am 13.08. erreichten.
The next morning the two aries again had some arguing...we cycled to Serbia on the 12th of August and arrived at the famous Donaudurchbruch, where the river Danube floats through the Carpathian Mountains.
Hier verabschiedeten wir uns von Gerold, der wie geplant den Zug von hier nach Wien nahm, trafen im gleichen Moment auf Stefan und Jonas aus Deutschland und Markus aus Oesterreich. Zu Fuenft folgten wir dem Verlauf der Donau und damit dem immer perfekt ausgeschilderten Donauradweg. Wir kamen super voran und erreichten am Abend Golubac, fanden einen halboffiziellen Campingplatz direkt an der Donau, die an dieser Stelle eher aussieht wie ein Meer als wie ein Fluss....
There Gerold said good bye and took a train to Vienna. But at the same time we met Jonas and Stefan from Germany and Markus from Austria. From now on all 5 of us cycled together to Golubac. There the Danube looks more like a sea than a river....
Am kommenden Tag radelten wir gemeinsam zum Silbersee, ein Nebenarm der Donau, perfekt zum Baden. Da Stefan und Jonas einen Ruhetag hier verbringen wollten, fuhren wir gemeinsam mit Makus am Nachmittag bis nach Ram zur Faehre und setzten auf die andere, flachere Seite (wir werden faul!) der Donau ueber. Da es wie eigentlich jeden Tag sehr heiss und stickig war, erlagen wir der Versuchung in Kovin am Badesee zu bleiben (und beinahe den Muecken).
The next day we cycled together to the Silver Lake, a branch of the Danube, perfect for swimming. Stefan and Jonas decided to stay there. We continued together with Markus to Kovin, where we enjoyed the evening time at a pictoresque swimming lake (millions of mosquitoes enjoyed us...)
am 15.08 erreichten wir BELGRAD, leider mussten wir uns auch hier von Markus verabschieden, denn er moechte in einer Woche zu Hause bei seiner Familie sein -es war eine grosse Freude Dich kennengelernt zu haben! wir hoffen sehr, wir sehen uns bald wieder in St Poelten!!!!- und wir wollten uns unbedingt die Hauptstadt Serbiens ein bischen ansehen. Auf der Suche nach einer guenstigen Unterkunft trafen wir Josh wieder, der sympathische Australier, den wir im Hostel in Tiflis kennengelernt hatten, Zufaelle gibts!!!!! Er half uns ein Hostel zu finden und so entspannten wir den restlichen Tag in der netten Stadt mit den wunderschoenen Gebaeuden..
On the 15th of August we arrived in Beograd, where we had to say good bye to Markus who wants to be back in St. Poelten in about 7 days. We really enjoyed cycling with you!!!
While looking for a hostel we met Josh, the nice Australian guy we met in Tiblisi! He helped us to find a nice place to stay and so we enjoyed strolling around the city with its beautiful buildings and long history...