Serbien und Ungarn: spürbar Nahe

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Belgrad gefiel uns sehr gut und so blieben wir dann noch eine Nach laenger. Wir verliessen die Stadt am 17. August Richtung Norden, zuerst noch auf einer stark befahrenen Strasse doch bald schon bogen wir in kleinere Doerfer - deren Architektur und Vorgaerten (gemaehter Rasen, Blumenbeete ;) ) den Doerfern in unserer Heimat sehr stark aehneln. Weiter gings nach Titel - wo uns ein Serbe, der rd. 30 Jahre in Deutschland gearbeitet hat - Taschengeld (!) gab...Und dann durch Aulandschaften und Felder bis nach Siris. Erstmals seit Wochen waren unsere Trikots und Radhosen nicht voelligst durchgeschwitzt sondern wir genossen die angenehmen Temperaturen...Und selbst die Muecken liessen uns nun endlich in Ruhe und so konnten wir das Zelt inmitten von Feldern aufbauen und den Abend geniessen...

 

We liked Beograd so we decided to stay one more night. We left the city on the 17th of august towards north. The roads leading out of Beograd were quite busy but soon we found a road with less traffic. The little villages along the road reminded us of the villages in our homecountry (architecture as well as flowerbeds and mowed grass ;) ) . In Titel a Serb gave us some pocket money (!) for our journey. After months of sweating now the climate was much cooler and so could enjoy cycling a bit more...

 

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Serbien 3558

 

Wir fuhren am naechsten Tag weiter nach Sombor - wir genossen es, dass nach all den Bergen der letzten Wochen und Monaten die Strecke nun fast vollstaendig flach war. Sombor, eine der vielen schoenen serbischen Staedte auf unserem Weg gab uns ein weiteres Mal das Gefuehl, bald zu Hause zu sein...und so konnten wir endlich das Versprechen fuer Berti einloesen und einen richtig grossen Eisbecher in einer schoenen Innenstadt essen...

 

On the next day we cycled to Sombor. After so many weeks and months mainly cycling across mountains we now enjoyed the flat area. Sombor gave us - as many other serbian cities did before - the feeling of coming home. Finally Berti got his delicious icecream in a beautiful little town... 

 

Serbien 3601 

 

Gestaerkt fuhren wir via Bezdan bis vor die ungarische Grenze. Wir hielten vor einem Haus und wollten auf der davorstehenden Bank eine Kleinigkeit essen. Bald schon kam der Hausbesitzer und die halbe Familie auf uns zu und auf unsere Frage, ob wir hier pausieren duerfen meinten sie: Nema Problema - und brachten uns Obst, Honig, Haselnuesse, Wasser und leckere Pfirsichmarmelade von der wir uns sogar etwas mitnehmen durften. Das war ein schoener Abschluss fuer Serbien...

 

Via Bezdan we cycled towards the hungarian border. We stopped in front of a house and asked the owner if its ok for him if we have a short nap there. Nema problema he said and he and his family brought us fruits, honey, homemade jam and water. What a nice farewell from Serbia :) 

 

Serbien 3608 

 

Am naechsten Morgen fuhren wir die letzten Kilometer bis an die ungarische Grenze - wo wir in fliessendem deutsch begruesst wurden. Flach gings weiter bis nach Mohacs, wo wir mit der Faehre ueber die Donau auf die andere Seite uebersetzten. In der Stadt machten wir eine kurze Pause, genossen die Innenstadt, die Baeckerei (dunkles Brot, Suessigkeiten- wie zu Hause!) und staunten ueber die vielen deutschsprechenden Menschen... Viele Donauschwaben leben und lebten in diesem Gebiet (Ungarn, Rumaenien, Serbien) und so sind noch heute viele Ortsnamen zweisprachig angeschrieben, viele Menschen sprechen Deutsch, Deutsch wird ab der Grundschule gelehrt. Und dank der Donaumonarchie findet sich auch das eine oder andere "oesterreichische" Wort in diesem Gebiet wieder: Paradeiser, Trafik, Fisole, Palatschinke, Kipferl, Kukuruz.... . Wir sind der Heimat spuerbar naeher gekommen... .

 

On the next morning we crossed the hungarian border. We were warmly (and in fluent german) welcomed by a hungarian custom office. In Mohacs we stopped in the city centre, enjoyed dark bread and delicious pastries (like at home!). We were quite amazed seeing so many people speaking german. 150 to 200 years ago many german settlers came to this region (Serbia, Hungaria, Romania) and so still nowadays many signs, village names are in german and people usually start to learn german in school. We found out that many words are similiar to austrian german language. We could feel that we were coming home... .

 

 Serbien 3660

 

Am naechsten Tag gings weiter nach Kaposvar. Die Geschaefte hatten geschlossen, da heute Feiertag (Szent Istvan, St. Stefan, Ungarns erster Koenig) war. Wir genossen die wunderschoene Innenstadt und liessen ein bisschen die Reise Revue passieren... .

 

On the next day we cycled to Kaposvar. All shops were closed because of the public holiday. We enjoyed the pictoresque city center... .

 

Serbien 3747 

 

Irgendwann rappelten wir uns dann doch noch auf und erfuhren bei der Touriinfo, dass heute ein Festival stattfindet. Also schnell zur Unterkunft und weiter zu den Bogenschuetzen, Kasperl und - was auf keinen Fall bei einem Ungarnbesuch fehlen darf - der Pferdeshow! 

 

At the tourist information center we got informations about a festival taking place today. So we hurried up, found an acommodation and watched archers and a tradtitional hungarian horse show.

 

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Am naechsten Morgen mussten wir natuerlich nochmals den Baecker besuchen - wir haben uns nun ueber ein Jahr auf dunkles Brot und Mehlspeisen gefreut - und dann gings weiter Richtung Plattensee/Balaton. Doch wegen des Feiertags und dem verlaengerten Wochenende war sehr viel Autoverkehr unterwegs - nicht angenehm zu radeln. Am Plattensee war ebenfalls die Hoelle los. Aber wir fanden einen kleinen, freien Platz und genossen den Tag...

 

The next morning (of course we stopped once again at a bakery) we cycled towards Balaton. But because of the holiday the roads were quite busy as well as the beaches around Lake Balaton. Anyway we found a nice spot and decided to stay there for a few hours... .

 

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Morgens fuhren wir noch ein Stueck entlang vom Plattensee bevor es dann wieder ueber kleine Strassen und einsame Waelder weiter nach Bögöte ging. Willi und Ingrid, 2 Steirer luden uns bei einer Tankstelle noch auf ein Bier ein - und wir freuten uns ueber den ersten angenehmen Kontakt mit Oesterreichern ;)

  

The next morning we cycled along the Lake before taking inland roads through ancient forests towards Bögöte. Willi and Ingrid, 2 Styrians invited us for beer - what a charming first contact with Austrians... ;)

 

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Heute war Wellnesstag! Wir fuhren nach Sarvar - einem der vielen Thermalorte in Ungarn - suchten uns eine nette Unterkunft (und einen guten Baecker) und gingen anschliessend ins angrenzende Thermalbad. Hier genossen wir den Tag so richtig und buchten noch 2 Massagen (u.a. Honig- und Schokolademassge!) fuer uns 2 dazu. Natuerlich alles in deutscher Sprache angeschrieben und selbst beim Abendessen fuehlten wir uns eher wie in einem oesterr. Restaurant als in Ungarn...

 

In Hungary there are many hot springs so we decided to take the road to Sarvar. We enjoyed one day in a Spa including massages :) Of course everything was written in German and in the little Restaurant we felt more like being in Austria than in Hungary...

 

Serbien 3800 

 

Am naechsten Tag gings gestaerkt (immer diese Baeckereien!) via Kapuvar zur Bruecke von Andau...

 

The next day we cycled slowly (these bloody bakeries are just too god...) via Kapuvar to the Bridge of Andau.

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